Zur Rallye Baden-Württemberg, am vergangenen Wochenende, reisten wir um nach einer ereignisreichen ersten Saisonhälfte endlich eine problemfreie Rallye zu absolvieren. Ich und meine Copilotin Tamara hatten nach dem vermeidbaren Ausfall in Niedersachsen wieder Mut gefasst. Wir wollten wieder Anschluss an die vordere Tabellenhälfte der "HJS Diesel Rallye Masters" finden.
Nach dem besichtigen der Strecken mit einer Wettbewerbslänge von rund 120 Kilometer rund um Laichingen zeigte sich eine sehr schnelle Charakteristik. Dies spielte uns nicht in die Hände, da unser Skoda Fabia auf selektivie, winkelige Bedingungen ausgelegt ist. Nachdem auch noch Dauerregen einsetzte entschied ich nur bedingt Risiko einzugehen um lieber sicher und ohne erneute Problem an das Ziel zu kommen. Fast zu Verhalten starteten ich so auf die ersten Wertungsprüfungen. Wir fuhren dieses Jahr kaum im Regen, deshalb musste ich mich erst an die Haftungsgrenze der Reifen herantasten. Das hat viel Zeit gekostet. Im Laufe des Vormittags konnten wir aber dann immer bessere Zeiten einfahren.
Nach der Analyse vergangener Rallyes kam ich auf das Ergebniss, dass ich mich von meinen Konkurrenten zu sehr unter Druck setzen lies. Dieses mal wollte ich daher so entspannt wie möglich sein um diesen Fehler zu vermeiden. So wie ich auch meine beiden Bestzeiten dieses Jahr gefahren bin. Ich konnte diesen Stil vom Start weg durchsetzen, wobei ich aufpassen musste, dass ich nicht zu defensiv agierte.
Dann stand die letzte Prüfung der Rallye an. Nach den ersten zwei Drittel hatte ich das Gefühl eine super Zeit zu fahren und freute mich schon auf die nahe Zieldurchfahrt. Doch beim herausbeschleunigen aus einem Abzweig verabschiedete sich zuerst der Turbolader und wenig später verlor auch der Motor rapide an Leistung. Um einen Motorschaden zu vermeiden stellte ich das Auto ab, rollte ins Aus. Eine Zielankunft war somit nicht mehr möglich.
Wir wissen noch nicht was genau defekt ist. Ein Rallyeauto ist sehr komplex und auch so etwas kann passieren. Es ist nur extrem ärgerlich, dass es wenige Kilometer vor dem Ziel war und das es schon wieder uns traf.